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_Degussa) und von den Pressemeldungen des Unternehmens
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Die Evonik Degussa GmbH (bis Ende 2006: Degussa AG, seit 12. September 2007 die Chemie-Sparte des Evonik Industries-Konzerns) ist ein Konzern mit Sitz in Essen. Sie ist das drittgrößte deutsche Chemieunternehmen und zugleich das weltgrößte Spezialchemieunternehmen. Sie ist ein Teilkonzern der Essener Evonik Industries AG. Das Wort Degussa war ursprünglich ein Akronym (und „Drahtadresse“) für „Deutsche Gold- und Silber-Scheide-Anstalt“.
Vorgängergesellschaften waren die Degussa-Hüls AG und SKW Trostberg AG.
Die Degussa wurde am 28. Januar 1873 als Deutsche Gold- und
Silber-Scheideanstalt vormals Roessler AG in Frankfurt am Main
gegründet. Sie ging aus der 30 Jahre zuvor in Betrieb genommenen
Frankfurter Scheideanstalt hervor, die vom vormaligen Frankfurter
„Münzwardein“ Friedrich Roessler (1813–1883) zunächst gepachtet und
als privates Unternehmen betrieben worden war. Nach der Annexion
der Freien Stadt Frankfurt durch Preußen 1866 wurde die Scheiderei
von seinen Söhnen Heinrich Roessler (1845–1924) und Hector Roessler
erworben und fortgeführt.
Direkter Anlass zur Gründung der neuen Aktiengesellschaft war die
deutsche Reichsgründung 1871 mit der Einführung der nationalen
Währung Mark, durch die die Partikularwährungen der deutschen
Länder obsolet wurden (z. B. der süddeutsche Gulden). Dem
entsprechend wurden große Mengen an Münzen aus dem Verkehr gezogen;
für die Rückgewinnung des darin enthaltenen Edelmetalls sollte
Scheidekapazität in industriellem Maßstab geschaffen werden. Mit
der Gründung erwarb das Unternehmen auch das Recht zu
Bankgeschäften mit gemünzten und ungemünzten Edelmetallen. Das
Tätigkeitsfeld wurde bald auf weitere Edelmetallprodukte (Glanzgold
für die Keramik-Industrie) und Chemikalien ausgedehnt.
Während des Dritten Reiches, zwischen 1933 und 1945, war die
Degussa stark in die Verbrechen des nationalsozialistischen Regimes
verwickelt (siehe dazu den Abschnitt „Die Degussa im Dritten
Reich“).
1965 erwirtschaftet der Degussa-Konzern einen Umsatz von 1,446
Milliarden DM und beschäftigt 12.400 Mitarbeiter.
Erst 1980 wurde das Unternehmen offiziell in „Degussa AG“
umbenannt. Das Bankgeschäft, das die Degussa AG als zugelassene
Devisenbank und Außenhandelsbank betrieben hatte, wurde vom
Industriegeschäft separiert und auf die neu gegründete „Degussa
Bank GmbH“ übertragen.
Ab der Einführung des DAX im Jahre 1988 gehörte die Degussa AG zu
den „Blue Chips“-Unternehmen des Dax 30. 1990 beschäftigte Degussa
35.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete einen Jahresumsatz von
13,925 Milliarden DM.
1999 wurden die Degussa und die VEBA-Tochter Hüls AG (Marl) zur
Degussa-Hüls AG fusioniert; damit wurde der Energiekonzern VEBA zum
Hauptaktionär. Firmensitz blieb Frankfurt am Main.
Nach der Vereinigung von VEBA und VIAG zur E.ON AG wurden die
Degussa-Hüls und die VIAG-Tochter SKW Trostberg im Jahr 2001 einem
neuen Unternehmen zusammengelegt, das den alten Namen Degussa
weiterführte. Zugleich wurde der Konzernsitz nach Düsseldorf
verlegt. Durch die Fusion wurde die E.ON zum weit überwiegenden
Mehrheitsgesellschafter; aufgrund der stark reduzierten
Börsenkapitalisierung schied die Degussa 2002 aus dem DAX 30 aus
und wurde im M-DAX notiert.
2000 wurden die Edelmetall-Aktivitäten der Degussa in eine eigene
Gesellschaft ausgegliedert, die mittlerweile als Umicore AG &
Co. KG zum belgischen Umicore-Konzern gehört. Damit hatte sich die
Degussa von ihrem ehemaligen Kerngeschäft getrennt, das ihr auch
den Namen gab.
2003 bekannte sich unter Vorstandsvorsitzendem Utz-Hellmuth Felcht
die Degussa als ehemaliger Miteigentümer der Degesch dazu, dass die
Degesch Zyklon B vertrieb, welches zwischen 1941 und 1944
systematisch für Massenmorde an den Menschen in den
Vernichtungslagern eingesetzt wurde. Daran verdiente die Degesch
pro Jahr 200.000 RM [2].
Seit dem 1. Juni 2004 gehörte Degussa zunächst mehrheitlich zur RAG
(97,5 %), nachdem der E.ON-Konzern von dieser die Mehrheit der
Ruhrgas-Anteile übernommen hatte. Nach Einigung der Konzerne im
Dezember 2005 erwarb die RAG bis Frühjahr 2006 auch die restlichen
von der E.ON gehaltenen bzw. in Streubesitz befindlichen Anteile an
der Degussa und will das Spezialchemieunternehmen zum Standbein für
den 2007 geplanten RAG-Börsengang machen. Die Hauptversammlung am
29. Mai 2006 hat dafür die Weichen gestellt und dem Squeeze-out
zugestimmt. Zur Finanzierung wurde die einträgliche Bauchemiesparte
der Degussa an die BASF veräußert. Utz-Hellmuth Felcht, der
Vorstandsvorsitzende der Degussa, gab am 1. Juni 2006 den Vorsitz
an Klaus Engel ab. Seit dem 14. September 2006 ist die Degussa AG
eine 100%ige Tochter der RAG.[3] Sie wurde von der Börse genommen
und mit Wirkung von 2. Januar 2007 in eine GmbH umgewandelt. Am 12.
September 2007 wurde die Eingliederung von Degussa in den Evonik
Industries Konzern bekanntgegeben.
Am 31. August 2006 begann die Degussa im Werk Rheinfelden (Baden)
den Bau einer Anlage zur Herstellung von Monosilan und – in einem
Joint Venture mit der SolarWorld AG zusammen Joint Solar Silicon–
einer Anlage zur Herstellung von Solarsilizium aus diesem
Monosilan. SolarWorld fertigt dann in Freiberg (Sachsen) aus dem
Solarsilizium Wafer, die zu Solarzellen und -modulen verarbeitet
werden. Anfang Herbst 2008 soll die Produktion mit einer
Jahreskapazität von zunächst 850 Tonnen Solarsilizium
starten.
Degussa ist Gründungsmitglied der Stiftungsinitiative der deutschen
Wirtschaft. Michael Jansen, ehemaliger
Degussa-Generalbevollmächtigter, war von 2000 bis Juni 2004
Vorstandsvorsitzender der vom Deutschen Bundestag ins Leben
gerufenen Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“, die
Wiedergutmachungen an ehemalige NS-Zwangs- und Sklavenarbeiter
zahlt.
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