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Quellenhinweis für den Text:

Die hier gezeigten Informationen stammen von Wikipedia (http://de.wikipedia.org/wiki/Evonik
_Degussa
) und von den Pressemeldungen des Unternehmens (http://corporate.evonik.de/de/
chemie/Pages/default.aspx
).

 

Bitte beachten Sie, dass dies KEINE Firmenhomepage des Unternehmens Evonik ist!

 

Willkommen auf dieser Seite

Die Evonik Degussa GmbH (bis Ende 2006: Degussa AG, seit 12. September 2007 die Chemie-Sparte des Evonik Industries-Konzerns) ist ein Konzern mit Sitz in Essen. Sie ist das drittgrößte deutsche Chemieunternehmen und zugleich das weltgrößte Spezialchemieunternehmen. Sie ist ein Teilkonzern der Essener Evonik Industries AG. Das Wort Degussa war ursprünglich ein Akronym (und „Drahtadresse“) für „Deutsche Gold- und Silber-Scheide-Anstalt“.

Vorgängergesellschaften waren die Degussa-Hüls AG und SKW Trostberg AG.

Die Degussa wurde am 28. Januar 1873 als Deutsche Gold- und Silber-Scheideanstalt vormals Roessler AG in Frankfurt am Main gegründet. Sie ging aus der 30 Jahre zuvor in Betrieb genommenen Frankfurter Scheideanstalt hervor, die vom vormaligen Frankfurter „Münzwardein“ Friedrich Roessler (1813–1883) zunächst gepachtet und als privates Unternehmen betrieben worden war. Nach der Annexion der Freien Stadt Frankfurt durch Preußen 1866 wurde die Scheiderei von seinen Söhnen Heinrich Roessler (1845–1924) und Hector Roessler erworben und fortgeführt.

Direkter Anlass zur Gründung der neuen Aktiengesellschaft war die deutsche Reichsgründung 1871 mit der Einführung der nationalen Währung Mark, durch die die Partikularwährungen der deutschen Länder obsolet wurden (z. B. der süddeutsche Gulden). Dem entsprechend wurden große Mengen an Münzen aus dem Verkehr gezogen; für die Rückgewinnung des darin enthaltenen Edelmetalls sollte Scheidekapazität in industriellem Maßstab geschaffen werden. Mit der Gründung erwarb das Unternehmen auch das Recht zu Bankgeschäften mit gemünzten und ungemünzten Edelmetallen. Das Tätigkeitsfeld wurde bald auf weitere Edelmetallprodukte (Glanzgold für die Keramik-Industrie) und Chemikalien ausgedehnt.

Während des Dritten Reiches, zwischen 1933 und 1945, war die Degussa stark in die Verbrechen des nationalsozialistischen Regimes verwickelt (siehe dazu den Abschnitt „Die Degussa im Dritten Reich“).

1965 erwirtschaftet der Degussa-Konzern einen Umsatz von 1,446 Milliarden DM und beschäftigt 12.400 Mitarbeiter.

Erst 1980 wurde das Unternehmen offiziell in „Degussa AG“ umbenannt. Das Bankgeschäft, das die Degussa AG als zugelassene Devisenbank und Außenhandelsbank betrieben hatte, wurde vom Industriegeschäft separiert und auf die neu gegründete „Degussa Bank GmbH“ übertragen.

Ab der Einführung des DAX im Jahre 1988 gehörte die Degussa AG zu den „Blue Chips“-Unternehmen des Dax 30. 1990 beschäftigte Degussa 35.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete einen Jahresumsatz von 13,925 Milliarden DM.

1999 wurden die Degussa und die VEBA-Tochter Hüls AG (Marl) zur Degussa-Hüls AG fusioniert; damit wurde der Energiekonzern VEBA zum Hauptaktionär. Firmensitz blieb Frankfurt am Main.

Nach der Vereinigung von VEBA und VIAG zur E.ON AG wurden die Degussa-Hüls und die VIAG-Tochter SKW Trostberg im Jahr 2001 einem neuen Unternehmen zusammengelegt, das den alten Namen Degussa weiterführte. Zugleich wurde der Konzernsitz nach Düsseldorf verlegt. Durch die Fusion wurde die E.ON zum weit überwiegenden Mehrheitsgesellschafter; aufgrund der stark reduzierten Börsenkapitalisierung schied die Degussa 2002 aus dem DAX 30 aus und wurde im M-DAX notiert.

2000 wurden die Edelmetall-Aktivitäten der Degussa in eine eigene Gesellschaft ausgegliedert, die mittlerweile als Umicore AG & Co. KG zum belgischen Umicore-Konzern gehört. Damit hatte sich die Degussa von ihrem ehemaligen Kerngeschäft getrennt, das ihr auch den Namen gab.

2003 bekannte sich unter Vorstandsvorsitzendem Utz-Hellmuth Felcht die Degussa als ehemaliger Miteigentümer der Degesch dazu, dass die Degesch Zyklon B vertrieb, welches zwischen 1941 und 1944 systematisch für Massenmorde an den Menschen in den Vernichtungslagern eingesetzt wurde. Daran verdiente die Degesch pro Jahr 200.000 RM [2].

Seit dem 1. Juni 2004 gehörte Degussa zunächst mehrheitlich zur RAG (97,5 %), nachdem der E.ON-Konzern von dieser die Mehrheit der Ruhrgas-Anteile übernommen hatte. Nach Einigung der Konzerne im Dezember 2005 erwarb die RAG bis Frühjahr 2006 auch die restlichen von der E.ON gehaltenen bzw. in Streubesitz befindlichen Anteile an der Degussa und will das Spezialchemieunternehmen zum Standbein für den 2007 geplanten RAG-Börsengang machen. Die Hauptversammlung am 29. Mai 2006 hat dafür die Weichen gestellt und dem Squeeze-out zugestimmt. Zur Finanzierung wurde die einträgliche Bauchemiesparte der Degussa an die BASF veräußert. Utz-Hellmuth Felcht, der Vorstandsvorsitzende der Degussa, gab am 1. Juni 2006 den Vorsitz an Klaus Engel ab. Seit dem 14. September 2006 ist die Degussa AG eine 100%ige Tochter der RAG.[3] Sie wurde von der Börse genommen und mit Wirkung von 2. Januar 2007 in eine GmbH umgewandelt. Am 12. September 2007 wurde die Eingliederung von Degussa in den Evonik Industries Konzern bekanntgegeben.

Am 31. August 2006 begann die Degussa im Werk Rheinfelden (Baden) den Bau einer Anlage zur Herstellung von Monosilan und – in einem Joint Venture mit der SolarWorld AG zusammen Joint Solar Silicon– einer Anlage zur Herstellung von Solarsilizium aus diesem Monosilan. SolarWorld fertigt dann in Freiberg (Sachsen) aus dem Solarsilizium Wafer, die zu Solarzellen und -modulen verarbeitet werden. Anfang Herbst 2008 soll die Produktion mit einer Jahreskapazität von zunächst 850 Tonnen Solarsilizium starten.

Degussa ist Gründungsmitglied der Stiftungsinitiative der deutschen Wirtschaft. Michael Jansen, ehemaliger Degussa-Generalbevollmächtigter, war von 2000 bis Juni 2004 Vorstandsvorsitzender der vom Deutschen Bundestag ins Leben gerufenen Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“, die Wiedergutmachungen an ehemalige NS-Zwangs- und Sklavenarbeiter zahlt.

(c)Quellenangabe: Wikipedia, Link dorthin siehe rechts im Kasten